
Neben den geographischen Faktoren, die das heilsame Klima und die mediterrane Flora Merans begünstigen, gehören auch die Radonquellen. Der Arzt Dr. Romuald Binder, der in der Stadt ein vornehmes Sanatorium führte, war zu Beginn des Jahrhunderts von der Existenz radonhaltiger Quellen überzeugt und konnte schließlich die Kurverwaltung dazu bewegen, Probebohrungen zu veranlassen. Die Untersuchungen führten 1914 zur Entdeckung zweier Radonquellen bei Tscherms. Ungefähr zwei Jahrzehnte später stieß der Geologe Prof. G. Trener am Vigiljoch und bei den Gartenterrassen der Villa Tivoli auf weitere Quellen.
Die Entdeckung der Quellen und die Qualität des radonhaltigen Wassers bildeten die Grundlage für die Entstehung einer Heilbandanlage. (Auszug aus "Zu Gast in Meran")